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Wie schmutzig ist ein Mercedes W123 von 1982 wirklich?

Mercedes W123 von 1982 im Test – ist der Uralt-Diesel schmutziger als moderne Euro-6-Autos?

Die Mercedes Baureihe W123 ist sehr langlebig, solide und daher auch das meistverkaufte Modell des deutschen Autoherstellers. Nun hat der Mercedes W123-Club die Abgaswerte eines 38 Jahre alten 240 D Modells gemessen, um herauszufinden, wie sich die verschiedenen Emissionen im Vergleich zu modernen Euro-6-Autos verhalten. Ist der Wagen von 1982 schmutziger als heutige Fahrzeuge? Die Ergebnisse des Tests präsentieren wir in diesem Artikel.

Das Auto: ein Diesel

Der besagte Mercedes 240 D hat stolze 343.000 Kilometer auf der Uhr und ist mit einem Oxidations-Kat ausgestattet. Dieser oxidiert jedoch nur Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid, Stickoxide bleiben unbeeinflusst. Letztere sind schädlich für die Gesundheit und werden gerade von Diesel Fahrzeugen ausgestoßen.  Entsprechen sie nicht der seit 2014 geltenden Euro-6-Abgasnorm, drohen Fahrverbote.

Von vielen Seiten war deshalb die naheliegende Vermutung, dass so ein altes Fahrzeug eine Katastrophe sein muss, was die Abgaswerte betrifft. Ob dem wirklich so ist, wollte der Besitzer und W123-Clubmitglied wissen und machte einen Test mit modernen Messinstrumenten und allen gesetzlichen Vorgaben.

Die Emissionsmessung

Für die Emissionstestfahrt legte der Mercedes 240 D zweimal eine Strecke von 100 Kilometern mit einem 70 Kilo schweren PEMS (Emissionsmessgerät) zurück. Das Ergebnis: der Uralt-Diesel stieß durchschnittlich 808mg NOx pro Kilometer aus – das ist zehn Mal höher als der Grenzwert von 80mg/kg. Ein sauberes Fahrzeug ist er also gewiss nicht. Dennoch befindet sich der 240 D damit im Vergleich zu wesentlich jüngeren Euro-6-Autos im soliden Mittelfeld. Beispielsweise weist der Mercedes CLA 200 von 2016 einen Wert von 737mg/kg auf, ein Subaru Outback mit demselben Baujahr kommt auf 1133mg/kg und der Renault Captur sogar auf 1336mg.

Warum haben Euro-6-Autos so schlechte Emissionswerte?

Dies liegt zum einen am höheren Verbrennungsdruck der Motoren. Damit wurden die Autos zwar leistungsfähiger und effizienter, die NOx-Werte stiegen dadurch jedoch deutlich an. Zum anderen spielt aber auch die Abgasgesetzgebung eine wesentliche Rolle. So sank der NOx-Wert im Zeitraum von 2000 bis 2014 von 500mg auf 80mg pro Kilo. Diese Grenzen mussten allerdings nur im wenig anspruchsvollen NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) eingehalten werden. Aus diesem Grund entstand eine Diskrepanz zwischen den im Labor getesteten Emissionswerten und den realen Werten, die in Wahrheit wesentlich höher lagen. Dies wurde schließlich durch den VW-Abgasskandal deutlich.

Strengere Euro 6d-Temp Abgasnorm ab 2017

Erst ab 2017 wurde dann der RDE-Test (Real Drive Emissions) eingeführt, durch den auch die hohen NOx-Werte früherer Euro-6-Autos sichtbar wurden. Moderne Autos können die neuen Euro 6d-Temp-Grenzwerte zwar einhalten, doch dies ist nur mittels Harnstoffeinspritzung und aufwendiger Abgasnachbehandlung möglich, was es für immer mehr Fahrzeugsegmente unrentabel macht.

Auch wenn der Verbrauch und die Fahrleistung des Mercedes 240 D wirklich dem eines Autos aus den 1980er Jahren entspricht, so befinden sich seine NOx-Emissionen dennoch im Bereich vieler jüngerer Euro-6-Dieselautos.

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Bildquelle: Wikipedia

Tags: Diesel, Additive
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